Die Konjakwurzel wird unter anderem zu Mehl verarbeitet. In der weiteren Verwendung werden teilweise Nudelprodukte daraus hergestellt. Der hohe Anteil von Glucomannan macht die Konjakwurzel zu einem Diätprodukt. Daneben ist es für Diabetiker geeignet, denn bei regelmäßiger Ernährung mit Konjakmehl –so berichten Betroffene- kommt das scheinbar

  • dem Blutdruck,
  • den Blutfettwerten
  • und dem Cholesterinspiegel

zugute. Das Mehl aus der Konjakwurzel ist geschmacksneutral und riecht nicht. Aus diesem Grund lässt sich Konjakmehl mit ganz unterschiedlichen Lebensmitteln zu kombinieren.

Subjektive Erfahrungen von Einzelpersonen

Die bereits erwähnten Nudelprodukte bestehen im Prinzip zu 97 % aus Wasser und zu 3 % aus dem Mehl der Konjakwurzel/Glucomannan. Doch die Konjakwurzel wurde in der Vergangenheit in asiatischen Völkern nicht nur zu Nudeln verarbeitet, sondern auch zu Tofu. Seit mehr als zwei Jahrhunderten wird in Japan aus dem Konjakmehl eine Art Gel hergestellt, das sogenannte „Konnyaku“.

Es wurde damals wie heute zur Gewichtsreduktion benutzt. Die japanische Volksmedizin berichtet, dass die Darmtätigkeit bei der Einnahme von Konnyaku angeregt wird. Ebenfalls soll es den Stoffwechsel ankurbeln, den Blutdruck senken und letztlich eine günstige Wirkung auf den Cholesterinspiegel haben.

Nicht wissenschaftlich belegt ist die positive Wirkung auf den Blutdruck, sondern es handelt sich um Berichte von Einzelpersonen. In diesen Einzelfällen werden Erfahrungen weiter gegeben, die die begünstigende Auswirkung einer Ernährung mit Konjakwurzeln unterstreichen. Betroffene berichten, dass das Mehl aus Konjakwurzeln den Blutdruck merkbar senkt. Da es sich hier um rein subjektive Erfahrungen handelt, kann von einer Verallgemeinerung nicht die Rede sein.

Viele Asiaten empfehlen aus eigener Erfahrung, Mehl aus Konjakwurzeln im Alter zu verwenden. Sie backen Kekse und Brot damit, verwenden es in Zusammenhang mit Eierspeisen und in Verbindung mit Weizenkleie. Die subjektive Wahrnehmung sagt ihnen, dass die Blutzuckerkontrolle erheblich einfacher wird, denn es bleiben zum Beispiel Heißhungerattacken oder Schwindelgefühle aus. Doch ein abschließender, unzweifelhafter wissenschaftlicher Beweis dafür ist bislang noch nicht erbracht.

Der Bezug zur Wissenschaft

Tatsächlich gibt es eine Doppelblindstudie, deren Teilnehmer eine signifikante Verringerung des Gesamtcholesterinspiegels aufwiesen. Auch der systolische Blutdruck soll reduziert worden sein. Allerdings war eine Verbesserung des HDL-Cholesterins nicht messbar.

Quelle: Arvill A, Bodin L. Effect of short-term ingestion of Konjak glucomannan on serum cholesterol in healthy men

Konjakwurzel zum Abnehmen

Das Pulver der Konjakwurzel hat eine enorme Wasserbindungskapazität. So soll es nicht nur das Wasser, sondern auch Fett aus den Mahlzeiten binden.
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Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) soll Konjakpulver offiziell als Abnehmhilfe bezeichnet haben. Glaubt man den vorliegenden Studien, so lässt sich ein Gewichtsverlust von zusätzlichen 800 g pro Woche erreichen. Der Grund für die positive Wirkung auf die Gewichtsreduktion liegt angeblich darin, dass der Anteil an Ballaststoffen enorm hoch ist, welche wiederum Wasser binden sollen.

Das bedeutet, dass scheinbar die erhöhte Wasserbindungskapazität dazu führt, dass sie ein Vielfaches ihres eigenen Gewichts aufnehmen kann. Das Pulver soll jedoch nicht nur das Wasser binden, sondern auch in der Lage sein, Fett aus den Mahlzeiten aufzunehmen. Und wenn Fett an das Konjak Glucomannan gebunden ist, kann es vom Körper nicht aufgenommen und eingelagert werden, so die Theorie einiger Wissenschaftler. Stattdessen soll es den Darm unbeschadet passieren und ungenutzt wieder ausgeschieden werden. Eine reduzierte Kalorienaufnahme wird damit möglich.

Deshalb sättigt die Konjakwurzel

Dadurch, dass das Konjakpulver eine enorme Menge an Flüssigkeit an sich bindet, quillt es extrem auf. Das soll zu einem frühzeitigen Sättigungsgefühl führen. Die Verweildauer im Magen-Darm-Trakt ist entsprechend lang, sodass das Sättigungsgefühl über einen gewissen Zeitraum anhält. Nicht belegt ist, dass das Glucomannan aus Konjakpulver das Hormon Ghrelin senkt.

Dieses Hormon ist verantwortlich für Heißhungergefühle, wenn es in zu hohem Maße ausgeschüttet wird. Bei der Einnahme von Konjakpräparaten allerdinge gelingt es angeblich, generell kleinere Mahlzeiten zu essen, weil der Magen gut gefüllt ist. Auch der Verzicht auf Süßspeisen zum Dessert fällt scheinbar nicht mehr so schwer.

Konjakwurzeln mit viel Wasser konsumieren

Nachteile von Konjakpulver in Zusammenhang mit Gewichtsreduktion sind uns nicht bekannt. Es ist ein natürliches Produkt, das den Abnehmprozess unterstützen soll. Wichtig ist, dass bei der Aufnahme von Konjakpulver eine ausreichende Menge Flüssigkeit zugeführt wird. Das soll die Verdauung anregen und zusätzlich zum Sättigungsgefühl beitragen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat das aus Konjakwurzeln gewonnene Glucomannan in die offizielle Nahrungsmittelzusatzstoff-Liste aufgenommen und deklariert es als kalorienarmes Produkt, das zum Gewichtsverlust beitragen kann. Das Besondere daran ist, dass die EFSA nur dann Aussagen zu einem Produkt bzw. Stoff trifft, wenn die Erkenntnisse wissenschaftlich nachgewiesen sind. Mit dem Eintrag in die Liste gilt Glucomannan scheinbar offiziell als Diätmittel.

Konjakwurzeln bei Darmträgheit

Konjakwurzel gegen Darmträgheit
Die hohe Menge an Ballaststoffen in der Konjakwurzel sorgt für eine begünstigende Wirkung auf die Darmpassage.
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Wie bereits beschrieben, wirken sich Präparate aus der Pflanze scheinbar günstig auf das Verdauungssystem aus.

Die hohe Menge an Ballaststoffen soll für eine begünstigende Wirkung auf die Darmpassage sorgen. Gerade bei Kindern, die unter Verstopfung leiden, hat sich eine Gabe von Konjak Glucomannan mit viel Flüssigkeit bewährt, weil der Naturstoff die Darmflora verbessern und die Verdauung ankurbeln soll.

Allerdings ist es nicht als alleiniges Mittel bei Magen-Darm-Problemen zu empfehlen. Vielmehr sollten Betroffene viel trinken, sich ausreichend bewegen und generell Lebensmittel mit einem hohen Wasseranteil zu sich nehmen. In erster Linie ist eine ballaststoffreiche, gemüselastige Ernährung sinnvoll und zielführend, um Darmträgheit langfristig in den Griff zu bekommen. Eine Erweiterung des Speiseplans mit Konjakwurzel Mehl ist in diesem Zusammenhang zweckmäßig.

Konjakwurzeln bei erhöhtem Cholesterin

Die fettbindenden Eigenschaften der Konjakwurzel soll auch die Cholesterinwerte reduzieren.
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Die Konjakwurzel soll die Blutfettwerte verbessern können, worauf wissenschaftliche Studien hindeuten. Insofern scheint eine Einnahme von Konjakwurzel Präparaten empfehlenswert. Der Cholesterinwert hängt mit dem Fettstoffwechsel zusammen. Folgende kurze Erläuterung gibt Auskunft über die verwendeten Begriffe in Zusammenhang damit:

HDL-CholesterinDieses Lipoprotein weist eine hohe Dichte auf. Es nimmt überzähliges Cholesterin auf und führt es der Leber zu.
LDL-CholesterinDas Lipoprotein hat eine niedrige Dichte. Es setzte Cholesterin in den Blutbahnen frei.

Jede Therapie, die den Fettstoffwechsel regulieren soll, hat das Ziel, das LDL-Cholesterin im Blut zu reduzieren. Denn je weniger LDL-Cholesterin im Blut ist, desto weniger Cholesterin wird ausgeschüttet. Und wenn wenig Cholesterin durch den Körper zirkuliert, werden Herz und Arterien geschont. Das scheint ein wirksamer Schutz vor bestimmten Herzkrankheiten und auch vor der gefürchteten Verkalkung der Blutbahnen (Arteriosklerose).

Parallel zur Senkung des LDL-Cholesterins ist es günstig, das HDL-Cholesterin zu erhöhen. Das HDL-Cholesterin führt das im Blut vorhandene Cholesterin zur Leber und filtert es damit aus dem Blutkreislauf heraus.

Glucomannan aus Konjakwurzeln scheint den geschilderten Mechanismus zu begünstigen, denn es soll den LDL-Wert im Blut senken. Als Folge soll weniger Cholesterin im Blutkreislauf verbleiben, so dass der Cholesterinspiegel gesenkt werden kann. Wichtig ist angeblich, dass die Dosierung stimmt und die Behandlung über einen längeren Zeitraum erfolgt, um wirkungsvoll anschlagen zu können.

Konjakwurzeln zur Regulierung von Insulin

Menschen, die unter erhöhtem Blutzucker leiden, haben im Prinzip mit den Folgen einer gestörten Ausschüttung von Insulin zu kämpfen. Ist die Störung signifikant, müssen sie insulinsenkende Präparate einnehmen. Das in Konjakwurzeln enthaltene Glucomannan soll den Insulinpegel nachhaltig und messbar senken können. Der Nüchternblutzucker soll sich damit angeblich regulieren lassen.

In jedem Fall sollten Diabetiker Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten, bevor sie Pulver, Tabletten oder Kapseln mit Glucomannan aus Konjakwurzeln einnehmen.

Hinweis: